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Klassische Musik und Oper von Classissima

Martha Argerich

Montag 30. Mai 2016


Crescendo

27. Mai

„Die Übermutter“ - Zum 75. Geburtstag von Martha Argerich

CrescendoWenn sie das Podium betritt, knistert es. Immer noch. „La Martha“ ist da, die „Löwin am Klavier“! In Japan wird sie wie eine Göttin verehrt: Martha Argerich. Veranstalter aber fürchten sie. Den Spitznamen „Fräulein Nein!“ bekam sie von Anfang an, weil sie mehr Konzerte absagte, als dass sie welche gab. Sie habe „alles dafür getan, ihre Karriere zu ruinieren“, meint einer ihrer Agenten. Interviews mit ihr gleichen einem absurden Theaterstück. Sie hält sich nicht an Termine. Die Stunden vergehen. Und als man die Hoffnung bereits aufgegeben hat, erscheint sie plötzlich im Hotelfoyer, dunkel gekleidet, mit bleichen Zügen, vorzugweise nach Mitternacht. Wer jetzt nicht die Chance ergreift und sie anspricht, idealerweise auf Spanisch, der Sprache ihrer Kindheit in Argentinien, der hat verloren. Mir ist es sogar gelungen. Sie entschuldigt sich. Erwähnt ihre Angst vor Journalisten und deren bohrenden Fragen nach Details ihrer Interpretationen, ihres Repertoires oder nach Kollegen. Vielleicht glaubt sie, sich grundsätzlich bei der Presse intellektuell ins Zeug legen zu müssen? Man gibt zu: So schlau sei das nicht immer, was andere Kollegen sagen. Sie lacht. Das Eis scheint vorerst gebrochen. „Ahr-ge-reech“ buchstabiert sie ihren Namen, der auf kroatisch-katalanisch-jüdische Wurzeln weist, und erzählt, dass es sogar ein Dorf gibt, das Argeric heißt. Sie redet von ihrer Kindheit in Buenos Aires. Vom Vater, der sie für „ein Genie“ hielt und sich dennoch kaum um sie kümmerte. Und von Mutter Juanita, die es als ihre Lebensaufgabe betrachtete, sie zu fördern, deren „Martha, üben!“ sie immer noch im Ohr hat. Sie lächelt, wenn sie an Friedrich Gulda denkt, ihren ersten Lehrer in Wien, der sich nicht traute, Geld für den Unterricht zu verlangen, da er sie für das „größte Talent“ hielt. 1965 gewinnt sie den Chopin-Wettbewerb in Warschau. Es ist der Beginn einer spektakulären Karriere, mit vielen Aufs und Abs. In ihrer „autorisierten Biografie“ erfährt man von wilden Jahren in Genf, ihrer Musiker-WG mit „achtzehn Katzen“ und vielen, die dort ein- und ausgingen. Von New York und Los Angeles sowie von Brüssel, wo sie heute lebt. Eine schwere Krebserkrankung gehört in dieses rastlose Leben; zwei Ehen, drei Töchter und diverse Liaisons mit Kollegen, die mit ihrem hektischen Nachtleben nicht Schritt halten konnten und es irgendwann vorzogen, sie nur auf dem Podium zu verehren. Ihren Ruf als Femme fatale in der Presse, die ihr „einen Hauch von Juliette Greco“ attestierte, habe sie nie verstanden. „Ich war sehr kurzsichtig und musste die Augen zusammenkneifen, um die Leute zu erkennen. Das mag mir diesen merkwürdigen Blick verliehen haben.“ Noch mehr gibt der Film von Stéphanie Argerich, Marthas Tochter aus der Liebe zum Pianisten Stephen Kovacevich, über die Künstlerin preis. Sein Titel „Bloody Daughter“ ist Programm, ein Familiengeheimnis wird aufgedeckt, ohne dass sich Töchter und Mutter wirklich nahekommen. Dabei strahlt Martha Argerich mit ihrer weiblichen Figur etwas Mütterlich-Erdgebundenes aus. Sie liebt es, als „pianistische Übermutter“ eine „Musikfamilie“ um sich zu scharen, auch weil sie sich allein auf der Bühne „wie ein Insekt unter der Lampe“ fühle. Drei Festivals hat sie gegründet, in Lugano, Beppu (Japan) und Buenos Aires. Ihre Großzügigkeit kennt keine Grenzen, wie auch die Pianistin Sophie Pacini erleben durfte. „Ich war erst vierzehn. Ich wusste, ich spiele um mein Leben“, erinnert sie sich, als sie in einem Hotel in der Toskana Argerich erstmals vorspielen durfte. „Nach dem Vortrag kam sie schnellen Schrittes auf mich zu, umarmte mich, gab mir einen Kuss und sagte: ,Bravissima!‘“ Seitdem tritt Sophie Pacini nicht nur auf sämtlichen Bühnen auf, sondern ist mit ihr auch befreundet. Immer wenn Argerich zu Gast bei der Familie Pacini in München ist, erzählt sie, seien ihre Eltern „völlig nervös. Papa räumt tagelang herum und Mama versucht, ihre Spaghetti so gut wie möglich zu machen.“ 75 Jahre wird Martha Argerich nun alt. Ihre unglaubliche Vitalität, ihre „fliegenden Hände“ hat sie sich bewahrt, aber auch den Eigensinn. Mit virtuosem Furor fegt sie durch die Werke von Chopin, Liszt oder Prokofjew, nimmt sich jede Freiheit und schafft dabei Musik, die keinen Besitzer mehr zu kennen scheint. Argerich hört man, einen lebendigen Mythos. Mit Martha zu musizieren, sagt Mischa Maisky, der sie seit vierzig Jahren kennt, sei „jedes Mal so, als wäre es das erste Mal. Sie ist so voller Leben. Immer frisch und neu. Unerwartet, mit einem Wort: aufregend!“ Teresa Pieschacón Raphael Martha Argerich: The Legendary 1965 Recording (Werke von Chopin) Warner Classics (Warner) Martha Argerich: Early Recordings Deutsche Grammophon (Universal Music) Martha Argerich: The Complete Chopin Recordings on Dg Deutsche Grammophon (Universal Music) Martha & Friends Argerich: Argerich & Friends Live from Lugano 2015 Warner Classics (Warner)

nmz - KIZ-Nachrichten

2. Oktober

Chopin-Klavierwettbewerb in Polen vor dem Start

Warschau - Für vielversprechende Nachwuchspianisten und Musikfans haben fünf Jahre Warten ein Ende: In der Warschauer Nationalphilharmonie beginnt an diesem Samstag der Internationale Chopin-Klavierwettbewerb, in dem 78 Pianisten aus 20 Ländern starten. Der Wettbewerb, der nur alle fünf Jahre ausgetragen wird, gilt als einer der renommiertesten und ist einer der wenigen Musikwettbewerbe, in denen ausschließlich die Werke eines einzigen Künstlers gespielt werden. «Für Pianisten ist der Chopin Wettbewerb, was die Olympischen Spiele für Leichtathleten sind», sagte die polnische Kulturministerin Malgorzate Omilanowska vor dem Eröffnungskonzert am Donnerstagabend. Bestes Beispiel für eine mit dem Wettbewerb verbundene internationale Musikkarriere dürfte die argentinische Pianistin Martha Argerich sein, die beim Eröffnungskonzert spielte. Für polnische Chopin-Fans ist sie bis heute die «Ikone des Wettbewerbs». Weiterführende Informationen:  Weiterlesen




getClassical (Ilona Oltuski) [de]

13. Mai

Klassisches Rollenspiel: Der Pianist Inon Barnatan

Dieser Artikel erschien in PianoNews, 2015,3 Foto: Marco Borggreve Alan Gilbert, Musikdirector der New Yorker Philharmoniker, beschrieb den 35-jährigen Israeli Inon Barnatan kürzlich als “wunderbaren Pianisten und analytischen Kopf, der sich mit Leidenschaft seiner Kunst widmet und auch als zeitgenössiger Pianist sein Können unter Beweis stellt.” Und mehr als das: Gilbert, der in der New Yorker Musikwelt eine führende Rolle spielt, liess Barnatan eine aussergewöhnliche Position zukommen: im März diesen Jahres spielt der Pianist Ravels Klavierkonzert in G-Dur mit den New Yorker Philharmonikern unter der Leitung von Alan Gilbert. Dies ist nicht nur Barnatans Debut mit dem Orchester, sondern gleichzeitig Startschuss für das neue Musikerlabel der New Yorker Philharmoniker, “Artist-in-Association.” Als erster Solist in der Geschichte der New Yorker Philharmoniker (und meines Wissens jeglichen Orchesters von Weltrang) wurde Barnatan im Rahmen dieses Programms für eine Reihe von Konzerten und Kammermusikterminen, die sich über drei Konzertsaisons erstrecken, unter Vertrag genommen. Für Barnatan kam Gilberts Angebot aus heiterem Himmel: “Ich fühle mich sehr geehrt, der erste Künstler zu sein, der für eine derart bedeutende Position ausgewählt wurde”, sagt der Pianist. Ist es sonst eher üblich, verschiedene Solisten pro Saison vorzustellen, so beweisen Gilbert und sein Team mit ihrem Programmansatz, dass ihre Mission, eine tiefere Verbindung zu den jeweiligen Künstlern schaffen zu wollen, nicht nur Lippenbekenntnis ist. Über die neue “Artist-in-Association” – Reihe hinaus bezieht sich ihre innovative Planung auch auf das bereits etablierte “Composer-in-Residence” – Programm. Vor allem Nachwuchskünstlern bietet dieser Ansatz ein Kontinuum an gesicherten Auftrittsmöglichkeiten, was wiederum eine grössere Publikumsnähe entstehen lässt; zudem ermöglicht kontinuierliches Arbeiten dem Künstler, mit einem breiteren Spektrum an musikalischem Können risikofreudiger umzugehen. “Normalerweise hat man sehr wenig Zeit, sich auf ein Debut vorzubereiten”, sagt Barnatan, “und bis man dann wieder eingeladen wird – und das lässt sich auf Grund bereits bestehender Terminabsprachen meist in kaum weniger Zeit als drei Jahren im Voraus planen – hat einen das Publikum bereits vergessen.” Genau an diesem Punkt setzt das Konzept an; hier geht es um das Kreieren interessanter Perspektiven, und nicht um den Neuigkeitseffekt eines Solisten – ein Anliegen, das Gilbert vor allem im Bereich zeitgenössischer Musik schon länger verfolgt. Barnatan weiss es zu schätzen. “Die New Yorker Philharmoniker bieten mehr als nur zeitgenössische Musik – sie bieten eine ganze Biennale”, lobt er. Foto: Marco Borggreve Es hat Barnatans Karriere sicher nicht geschadet, erster ‘offizieller’ Nachwuchskünstler der New Yorker Philharmoniker zu sein, doch sein Talent und seine Persönlichkeit waren bereits lange vor dieser Auszeichnung Wegbereiter für das Entstehen von Freundschaften innerhalb der New Yorker Musikszene. “Ich habe in letzter Zeit sehr viel in New York gespielt”, sagt er. “Es ist schon erstaunlich, dass ich in dieser “dog eats dog” – Stadt schon sehr früh grosse Unterstützung gefunden habe.” Zu seinen wichtigsten Kontakten der ersten Stunde zählt Barnatan neben dem Direktor der Rockefeller Konzertserie John Gerlach, der ihn zu seinen ersten New Yorker Konzerten einlud, vor allem die Musikdirektorin des New Yorker Kulturzentrums 92Y, Hanna Arie-Gaifman. Als regelmässiger Gast der 92Y-Konzertreihe trat Barnatan seit 2009 unter anderem im Rahmen des Janáček – Kundera-Fests des Cleveland Orchesters und des dreijährigen Zyklus der Beethoven-Streichquartette zusammen mit dem Tokio String Quartet auf. Im Dezember 2012 dann brillierte er mit Werken von Debussy, Adès, Britten und Ravel, die auch auf seiner CD “Darkness Visible” zu finden sind; die New York Times setzte die CD auf ihre Bestenliste für das Jahr 2012. Kurz danach folgte Barnatans Version der Schubert- Sonaten in C-Moll D958 und A-Dur D959 auf dem Avie-Label (einschliesslich seines liebevollen Impromptu in G-Moll D899, No. 3); das Magazin Grammophone lobte Barnatans “Sensibilität, Ausgeglichenheit und Fokus”, und nannte den Pianisten einen “geborenen Schubertianer”. Bereits im Jahre 2006 hatte Barnatan mit dem “Schubert Recital” auf dem Bridge Label seine besondere Affinität für den Komponisten unter Beweis gestellt. Und 2009 – nach drei Jahren mit der Gruppe junger Musiker der Chamber Music Society des Lincoln Centers (CMS Two) – fungierte er als Ko-Kurator des CMS-Schubert-Projektes, das es sich zur Aufgabe gemacht hatte, Schuberts kammermusikalisches Spätwerk zu erkunden; anschliessend nahm der Pianist an internationalen CMS-Konzerten teil. “Inon ist voll und ganz Musiker; er ist engagiert und sehr interessant. Er hat jetzt schon Grösse und entwickelt sich weiterhin; es ist ein Vergnügen, mit ihm zu arbeiten”, kommentiert Gaifman ihre Erfahrung mit Barnatan. Foto: Ruby Washington Inon Barnatan im SubCulture In einer Konzertreihe der New Yorker Philhamoniker (in Kooperation mit dem 92Y) beeindruckte Barnatan 2014 mit seinem Solo-Programm “Voices” im New Yorker “downtown” Musikclub SubCulture. Sein Repertoire reichte von Bach über Liszt bis hin zu Jazz, und als “resident pianist” des 92Y zeigte er mit Werken aus Brahms’ Kammermusik-Kanon im Rahmen des “Jerusalem Quartet and Friends”-Zyklus sein Können. Kyril Zlotnikov, der Cellist des Jerusalem Quartets, schwärmt geradezu von seiner Zusammenarbeit mit Barnatan: “Die erste Kollaboration des Quartets mit Inon war vor etwa 12 Jahren an der London Royal Academy of Music. Seither ist es immer wieder ein grosses Vergnügen für mich gewesen, mit ihm zusammenzuarbeiten. Er ist sehr sensibel, feinsinnig und flexiblel, und ein äusserst kompetenter Musiker mit sehr viel Geschmack; vor allem kann er zuhören, und diese Eigenschaft schätze ich am meisten an ihm. Es macht einfach Spass, mit Inon Musik zu machen, und ich hoffe, dass wir noch oft die Gelegenheit haben werden, zusammen zu spielen.” Barnatan vergleicht seine Auftritte als Pianist gern mit der Arbeit eines Schauspielers: “Die Arbeit des Musikers wie die des Schauspielers besteht darin, eine Rolle auszufüllen, aber gleichzeitig hinter der Rolle zu verschwinden und den tieferen Sinn des Materials herauszuarbeiten und zu vermitteln”, sagt er. Und in der Tat ist der nuancierte Ausdruck eines Schauspielers mit seinen fast unmerklichen Details und seiner expressiven Palette durchaus mit dem Handwerk eines Pianisten vergleichbar. Um eine genau abgestimmte Koordination zu ermöglichen, bedarf es einer Choreographie der Bewegungsabläufe durch ein kontrolliertes Verteilen des Körpergewichts. Nur so kann die emotionale Kraft und der Charakter der Klangbilder, die das jeweilige Werk eines Komponisten und die ganz spezifische Interpretation durch den Pianisten erforderlich macht, projiziert werden. Nicht ohne Grund wird das klassische Repertoire der Meisterwerke immer wieder und durch eine Vielzahl an Pianisten vorgestellt: jede Aufführung ist einmalig und was die feinen Unterschiede betrifft, gleichen keine zwei Aufführungen einander. Es bedarf endloser Suche, um den Charakter eines Werks, der sich selten ausschliesslich in der Partitur offenbart, zu entdecken und so zu einer adäquaten Interpretation zu gelangen. Einem Filmdrehbuch nicht unähnlich definiert eine Partitur lediglich eine Ausgangsposition; bei der Aufführung des Werks ist es Aufgabe des Pianisten, eine überzeugende Richtung vorzugeben und die richtige Balance zwischen führenden und sekundären Stimmen auszuloten, und das alles ohne “replay” – ein wahrlich meisterliches Unterfangen. Barnatan erwähnt einige der Meister, die ihn auf seine Aufgabe vorbereitet und seine musikalische Vision geformt haben, allen voran Maria Curcio, selbst letzte Schülerin Arthur Schnabels in Italien und Nadia Boulangers in Paris. Auf der langen Liste der Pianisten, denen sie mit ihrem Können zur Seite stand, finden sich neben Barnatan Namen wie Martha Argerich, Radu Lupu and Leon Fleisher. “Ursprünglich wollte ich mit 17 Israel verlassen und in die USA gehen, wo ich mich bereits für Juilliard, Curtis, und Peabody beworben hatte”, erinnert sich Barnatan. “Nach meiner Rückkehr nach Jerusalem sollte ich für Curcio spielen, sie musste aber absagen und hat mich dafür eine Woche nach London eingeladen. Ich war derart beeindruckt von ihr, dass aus der einen Woche ein Umzug nach London wurde; da arbeitete ich dann mit dieser Grand Dame des Klaviers. Sie war einfach unglaublich”, sagt Barnatan. “Sie verkörpert den Geist Schnabels, und obwohl sie nie selbst als Auftrittskünstlerin Karriere gemacht hat, repräsentiert sie eine wundervolle Musikalität, eine wahre Verbindung von Klang und Wissen.” Ganz besonders schätzt der Pianist, dass ihm die grosse Mentorin beibrachte, verschiedene Klangbilder ins Leben zu rufen und so seine Klangpalette um viele Farben zu bereichern. “Sie hat mich gelehrt, alles in meinem Arsenal zu nutzen, um zu spielen, als wäre man die erste Person, die das Stück je gespielt hat.” 2000 traf Barnatan beim Ravinia Music Festival in Illinois den Pianisten und Pädagogen Leon Fleisher, auch er ein entscheidender Einfluss auf den jungen Pianisten. Der Schnabel/Curcio-Alumni sagte ihm: ‘Wenn du tausend verschiedene Klangbilder anstrebst, musst du auf tausendfache Weise spielen.’ Im Rahmen des Festivals arbeitete Barnatan auch mit Lehrern wie Miriam Fried, Claude Frank und Menahem Pressler, und spielte zum ersten Mal mit der jungen Cellistin Alisa Weilerstein. “Alisa und ich hatten denselben Manager; der brachte uns zusammen und arrangierte 2008 unsere erste Rundfunk-Live-Übertragung.” Barnatan erinnert sich gern an seinen ersten Auftritt mit der dynamischen Cellistin: “Wir hatten nicht allzu viel Zeit, zusammen zu proben, aber alles ergab sich ganz natürlich. Wir waren uns in jeder Hinsicht einig und es gab einfach eine grossartige Chemie zwischen uns. Die Radioaufnahmen fanden bei einem der grossen Sender statt, und nachdem wir mit den Aufnahmen fertig waren, meinte ein Journalist, dass unser Spiel offensichtlich das Resultat langjähriger Zusammenarbeit sei – woraufhin Alisa ohne mit der Wimper zu zucken antwortete: ‘Ja, ganze eineinhalb Jahre’.”Foto: Jamie Jung Sagt Barnatan: “Ravinia hat mir in vieler Hinsicht die Augen geöffnet, und ganz besonders in Bezug auf mein Verständnis von Kammermusik.” Vier Jahre nach Ravina 2000 und kurz vor seinem Carnegie Hall-Debut spielte Barnatan dann eine der letzten Schubert-Sonaten für Fleishers Carnegie Hall-Meisterkurs. Im Publikum sass der damalige Senior Director und Artistic Advisor der Carnegie Hall, Ara Guzelimian. Er war von Barnatans Talent derart angetan, dass er ihn dem Cellisten und Artistic Director der Chamber Music Society des Lincoln Center, David Finckel vorstellte, was wiederum zu Barnatans Engagement mit der Chamber Music Society Two führte. 2007 brachte Barnatan zusammen mit der Violinistin Liza Ferchtman eine Duo-CD mit Werken von Schubert und Beethoven beim Label Challenge Classics auf den Markt. Die gute musikalische Chemie zwischen den beiden Künstlern wurde als Tour de Force des Ensemble-Spiels gelobt. Entschlossen, die wenige Zeit, die ihnen angesichts ihrer anspruchsvollen Solo-Karrieren blieb, ausschliesslich füreinander zu nutzen, entwickelte sich auch Barnatans Zusammenarbeit mit Alisa Weilerstein weiter. “Wir treten nicht zu oft zusammen auf; normalerweise planen wir eine Europa-Tournee pro Jahr ein, und eine in den Vereinigten Staaten, aber wenn wir dann zusammenkommen, fliesst unser Zusammenspiel so natürlich wie beim ersten Mal”, sagt Barnatan. Kürzlich nahmen die beiden in Berlin die Chopin- und Rachmaninoff-Sonaten für das Decca Label Teldex auf; das Album wird noch dieses Jahr auf dem Markt erwartet. “Das Repertoire ist schwierig und könnte durchaus zu Problemen bei der Zusammenarbeit führen, doch dank unserer Dynamik ging alles sehr glatt”, sagt Barnatan. In einer nach neuen Ikonen hungernden Industrie zeigt die Erfolgskurve der beiden steil nach oben; so wurde zum Beispiel Alisa Weilersteins Decca CD des Elgar und Elliott Carter Cello Concerto unter der Leitung von Daniel Barenboim als “BBC Album of the Year 2013” ausgezeichnet. Foto: Marco Borggreve Das Einreihen in das Reich erfolgreicher internationaler Karrieren ist dem nachdenklichen israelischen Pianisten nicht immer ganz leicht gefallen. Ihm ist ein bisschen unwohl in einer Welt, in der das Dilemma zwischen Kunstbetrieb und hoher Kunst einen ständigen Balanceakt erforderlich macht. Es scheint, dass Barnatans Einblicke in und Verständnis für die Rolle des Schauspielers diesem Balanceakt bereits die nötige Hilfestellung geben. “Es ist schon ein bisschen paradox – bei diesem ganzen Karriere-Kram dreht es sich ja angeblich um den Künstler”, sagt der mittlerweile in Harlem ansässige Barnatan. “Ich habe jedoch ganz stark das Gefühl, dass es bei einem Musiker nicht wirklich um die Person geht”. Es ist diese Nachdenklichkeit und Bescheidenheit, die Barnatan so sympathisch macht.



getClassical (Ilona Oltuski) [de]

2. Oktober

Pianist Lily Maisky und Cellist Mischa Maisky – Musik in den Genen

Veröffentlicht im neuen Heft von PianoNews Lily Maisky, Tochter des weltberühmten Cellisten Mischa Maisky, hatte schon immer eine ganz besondere Verbindung zu ihrem Vater. Er war es, der die Musikleidenschaft der jungen Pianistin durch sein musikalisches Vorbild und seine mitreissende Persönlickeit förderte. Nicht viel anders verhält es sich mit Lilys jüngerem Bruder, dem Violinisten Sasha Maisky. Mit beiden Kindern abwechselnd oder zusammen aufzutreten, hat den Traum des Vaters vom eigenen Familientrio mit Cello, Geige und Klavier in Erfüllung gehen lassen. “Mein Vater hatte immer diese Vision, dass wir alle zusammen Musik machen würden, aber erzwungen hat er es nicht”, erzählt Lily. “Er bestärkte uns eher sanft, indem er uns musikalisch beriet, aber so, dass es Spass machte – nicht durch Spieltechnik, sondern dadurch, dass er die Fantasie beflügelte.” (Foto – Benjamin Brolet) Lily räumt ein, ein etwas ungelenkes Kind gewesen zu sein, das nicht so richtig in das soziale Ambiente ihrer Klassenkameraden passte: “Ich wurde nie akzeptiert; ich war exzentrisch und ständig auf dem Weg zu einer Stunde oder zum Üben. Musik war einfach immer Bestandteil unseres Lebens”, sagt sie. Wenn Lilys Vater auf Tournee war – und das kam sehr häufig vor - überwachte Mutter Kay die tägliche Routine am Klavier. Sie war es, die Lily um 6 Uhr morgens aus dem Bett holte, damit Lily noch vor Schulbeginn ans Klavier konnte, und sie sorgte dafür, dass ihre Tochter nach der Schule zusätzlich mindestens eine Stunde spielte. Ab ihrem vierten Lebensjahr nahm die in Paris geborene und in Brüssel aufgewachsene Lily Klavierunterricht bei Lyl Tiempo, Hagit Kyrbel, Ilana Davis und Alan Weiss. “Als Kind war ich nicht die eifrigste Klavierschülerin; ich fand immer Mittel und Wege, die täglichen Stunden beim Klavierspiel abzukürzen. Oft habe ich ein Buch gelesen und nur so getan, als ob ich aufpasste; dabei habe ich mit nur einer Hand gespielt”, gesteht sie. Ihre Kindheit und Jugend in Musikerkreisen übten jedoch eine Faszination auf sie aus, der sie sich letztlich nicht entziehen konnte. “Ich habe mich immer besser mit Erwachsenen als mit Gleichaltrigen verstanden”, sagt sie. “Ich betrachtete die Erwachsenen, die um meine Eltern herum waren, auch als meine Freunde. Und im Sommer reisten wir dann als Familie zu den Musikfestivals, bei denen mein Vater auftrat.” (Foto: Ilona Oltuski - bei der Probe mit Vater Mischa und Bruder Sasha , beim Progretto Martha Argerich in Lugano) Ihr erstes Festival – in Verbier – erlebte Lily mit sechs Jahren, und dann begleitete sie ihren Vater auf seinen Reisen nach Siena und Israel, wo er Meisterklassen gab. Als Vierzehnjährige schrieb sie sich schliesslich als Studentin an der englischen Purcell School of Music ein und studierte neben klassischer Musik auch Jazz. Bald schon besuchte sie Meisterklassen weltberühmter Musiker wie Dimitri Bashkirov, Joseph Kalichstein, Pavel Giliov, Vitali Margulis und Oleg Maisenberg, und mit 15 schliesslich trat sie zum ersten Mal mit ihrem Vater auf. Sie nennt dieses Ereignis eine Offenbarung: “Ich arbeitete gerade an der sehr intensiven Brahms E-minor Sonate, und fragte ihn, ob er sie mit mir durchgehen würde. Wir planten an diesem Tag eine Party für meine Mutter und beschlossen, sie mit unserem gemeinsamen Spielen zu überraschen. Meine Mutter war ein bisschen nervös, aber als wir dann zusammen spielten, schien es das Natürlichste der Welt zu sein; es fühlte sich an, als ob wir schon immer zusammen gespielt hätten.” Vater Mischa bestätigt das: “Wir hatten nicht geübt, sondern setzten uns einfach hin und spielten; es war fantastisch. Lily war einfach bereit für diesen Moment – so wie man je bereit sein kann – und wir spielten mit soviel Instinkt, Emotion und Sensitivität. In diesem Augenblick begriff ich, dass mein Traum Wirklichkeit geworden war, und dass wir wirklich zutiefst miteinander verwandt waren.” (Foto – Vater und Tochter Maisky, vom Künstler bereit gestellt) Mischa Maisky erzählt auf seine warme und humorvolle Art weiter: “Ich bin mit vielen verschiedenen grossen Musikern aufgetreten, und mit einer ganzen Reihe von ihnen verbinden mich sehr spezielle Freundschaften. Aber mit unseren Kindern zu spielen ist etwas ganz anderes. Musik beginnt dort, wo Worte nicht genügen und wird Teil unserer persönlichen Beziehung. Ich liebe alle meine Kinder, unabhängig davon, ob sie Musik machen oder nicht, aber diese gemeinsame Erfahrung schafft eine emotionale Bindung, die sehr stark und einmalig ist.” (Foto:Ilona Oltuski – nochmals proben in Lugano) 2005 gab Lily in Emola und Ravenna ihre ersten professionellen Konzerte mit ihrem Vater. Lily erinnert sich: “Ich war noch nicht ganz mit der Schule fertig, und im Begriff, mir ein Repertoire aufzubauen, und dies war meine erste ernsthafte Kollaboration als Kammermusikerin. Damals begriff ich, dass Kammermusik meine Stärke werden würde, und dass dies der Weg für mich war. Ich war für eine Karriere als Virtuosin einfach nicht geschaffen, und eigentlich auch gar nicht interessiert daran”, sagt die zierliche Pianistin, die zu jener Zeit unter Ermüdungserscheinungen und einer schweren Sehnenscheidenentzündung litt. Der im Vergleich zur Orchestermusik weniger anstrengende Probenplan einer Kammermusikerin entsprach der Pianistin, die sich selbst als ‘unbelehrbar’ bezeichnet, sehr viel eher. “Meine Lehrer sagten mir, dass ich zu dickköpfig sei, um unterrichtet zu werden; ich lernte, indem ich spielte, und am ehesten auf der Bühne. Ich habe das Gefühl, dass es dieser erste, spezielle Auftritt mit meinem Vater war, der mein Interesse an Kammermusik weckte.” 2008 dann trat Lily auch als Solistin mit Werken von Scriabin, Chopin und Janacek beim alljährlichen Progetto Martha Argerich – Festival in Lugano auf und baute ihre Erfahrungen mit anderen Kammermusikern weiter aus. “Es ist wichtig, dass man seine Stärken und Schwächen kennt. Ich glaube, dass es mir gegeben ist, auf andere zu hören und dann flexibel genug zu sein, mich auf verschiedene Stilrichtungen und Auftritte einzustellen; ich finde den Dialog, der auf der Bühne stattfindet, sehr aufregend. Jeder Kammermusiker kann auf seine Art und Weise inspirieren und das Repertoire erkunden und präsentieren”, sagt sie. Die junge Pianistin weiss um die Probleme und Tücken einer Tochter, deren Vater weltberühmt ist: “Natürlich ist da immer der Kampf um die eigene Stimme, aber die Tatsache, dass ich kein Saiteninstrument spiele hilft”, kommentiert Lily. (Foto: Bernhard Rosenberg) Und über die Zusammenarbeit mit ihrem Vater sagt sie: “Vielleicht fühlte ich mich etwas mehr unter Druck auf der Bühne; das bringt die Verantwortung des Namens mit sich. Letztendlich aber musst du deine eigene Stimme finden und dem, was andere Leute denken oder sagen, nicht zuviel Bedeutung beimessen. Er würde nicht mit mir auftreten, wenn er das Gefühl hätte, mein Spielen sei nicht gut genug. Dafür ist er zu sehr Musiker. Die Tatsache, dass sich unsere musikalische Zusammenarbeit so natürlich entwickelte und wir derart gut harmonieren, hat mir das nötige Selbstvertrauen gegeben, um das Gefühl, mich ständig beweisen zu müssen, zu überwinden. Natürlich ist es ein andauernder Lernprozess, der mit jeder neuen Kollaboration wächst. Mein Vater bleibt mein wichtigster musikalischer Einfluss, aber ich schaffe es, Vater und Cellist auseinanderzuhalten. Ich habe viele wichtige musikalische Prinzipien von ihm gelernt, mehr als von irgend einem anderen Musiker, und ich bin immer noch sehr wählerisch, was die Zusammenarbeit mit anderen Cellisten angeht; der Klang seines Spiels ist sehr tief in mir verwurzelt.” Bei Proben sprechen Vater und Tochter nur wenig miteinander. Was immer kommuniziert werden muss, wie z.B. Timing und Phrasing, vermittelt sich über genaues Zuhören und Körpersprache. “Natürlich versuche ich Erfahrung und Wissen und meine Liebe zur Musik zu teilen, aber es ist keine Einbahnstrasse, und ich bin sehr offen”, sagt Vater Mischa über seine Zusammenarbeit mit Lily. “Sie beinflusst mich genauso oft, wie ich sie beeinflusse; das ist ja gerade das Schöne am gemeinsamen Musizieren und Kommunizieren – das hält mich jung”, fügt der für seinen sehr individuellen Klang und seine lockere und jugendliche Erscheinung und Garderobe bekannte Cellist hinzu. “Ich bin der glücklichste Cellist der Welt“, sagt Mischa Maisky. “Ich habe Pablo Casals getroffen, mit Mstislav Rostropovich und Gregor Piatigorsky studiert, über zwanzig Aufnahmen mit Leonard Bernstein gemacht und in vielen Konzerten, die er dirigierte, gespielt.” Und sein geliebtes Cello, das er mit Musikern wie Zubin Mehta, Gidon Kremer, Martha Argerich, Radu Lupo, Evgeny Kissin, Vladimir Ashkenazy und Daniel Barenboim gute 40 Jahre lang während vieler preisgekrönter Auftritte teilte? Zuerst nur Leihgabe, ging es schliesslich endlich in seinen Besitz über. Die Liebe ihres Vaters zu seinem Instrument hat Lily immer beeindruckt. Sie meint: “Es ist nicht gerade unüblich, dass Kinder aus Musikerfamilien vom Elternhaus die nötige Obhut und Disziplin, an der es den meisten Kindern fehlt mitbringen und so dazu beitragen, eine neue Generation von Musikern zu schaffen.“ Dies dürfte vor allem dann der Fall sein, wenn sich Musikereltern und Kinder sehr nahe stehen, wie es bei Maiskys der Fall ist. (Foto:Ilona Oltuski -Lily mit Bruder Sasha und Mutter Kay, beim Besuch des Progretto Martha Argerich in Lugano) Doch es gab auch Krisen. Lily war gerade mal 14, als sich ihre Mutter sehr öffentlich von ihrem Vater trennte – ein Einschnitt in Lilys Leben, der sie schnell erwachsen werden liess. “Oft war ich der Mediator”, erinnert sich Lily. “ich war empört und es dauerte Jahre, bis ich mich wieder gefangen hatte, aber ich wurde dadurch auch äußerst unabhängig und war sehr daran interessiert, mich selbst zu behaupten und auch zu finanzieren.” Inzwischen steht Lily beiden Elternteilen sehr nahe, und liebt ihre jungen Geschwister aus der zweiten Ehe ihres Vaters. Die Kammermusik vermittelt ihr ein Gefühl von Geborgenheit und Zugehörigkeit zu der Musikerszene, in der sie aufwuchs und die sie liebt. “Es fühlt sich bedeutend besser an als das einsame Leben einer Solistin – auf der Bühne und auf Reisen.“ In den letzten neun Jahren sind Vater und Tochter oft als Duo oder auch als Trio mit Lilys Bruder Sasha aufgetreten, und die Deutsche Grammophon erweiterte Misha Maiskys 25-jährigen Katalog um zwei Alben, die Vater und Tochter zusammen vorstellen. Die Doppel-CD Song of the Cello enthält Werke von Rachmaninoff und Brahms, die bei Festivals in Verbier und Utrecht aufgenommen wurden. Das zweite Album unter dem Titel España! Songs and Dances from Spain ist eine Studioproduktion. Zusammen mit Violinistin Alissa Margulis und dem Pianisten Nicholas Angelich ist Lily mit Werken von Shostakovich auf einem EMI-Album zu hören; wie auch die Musikerfamilie Maisky nehmen Margulis und Angelich regelmässig am Progetto Martha Argerich-Festival teil. Opera Breve, ihr letztes Album mit Transkriptionen, die auf Themen bekannter Opern-Arien basieren, und das auch in der New York Times Beachtung fand, hat Lily im November 2013 mit Violinist Philippe Quint auf dem Avanti Label herausgebracht. Mit dem Violinisten Hrachya Avanesyan, der ihr musikalisch und persönlich sehr nahe steht, bereitet sie zur Zeit eine Auftrittsserie vor, und für das Jahr 2016 planen Vater und Tochter eine Tour mit dem charismatischen Violinisten Julian Rachlin. Vater und Tochter beim Auftritt

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